Fragen und Antworten

Fragen und Antworten für Mieter

Der Begriff Hausgeld kommt aus dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Dazu zählen sämtliche Betriebs- und Verbrauchskosten.

Der Begriff Betriebskosten kommt aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und wird im Mietrecht verwendet.

Umlagefähig bedeutet, dass die Betriebskosten vom Eigentümer auf den Mieter umgelegt werden können. Abweichungen gibt es bei gewerblichen Mietverträgen. Die Definition der umlagefähigen Betriebskosten findet sich in § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV).

VZ: Vorauszahlung
WE: Wirtschaftseinheit (= das abzurechnende Gesamtobjekt)

Gesamtabrechnungsergebnis des Vorjahres / 12 = neue monatliche Vorauszahlung
Oder bei Wohnungseigentümergemeinschaften: Die Vorauszahlungen werden anhand eines jährlich
aufzustellenden und anzupassenden Wirtschaftsplans festgelegt. Die Vorauszahlung für die Rücklage wird in der Hausgeldabrechnung separat ausgewiesen.

Die Instandhaltungsrücklagenrechnung finden Sie in Ihrer Hausgeldabrechnung auf Seite 3.

Sämtliche Verteilerschlüssel werden zeitanteilig berücksichtigt.
Beispiel: Person 1 wohnt in der Wohnung seit 6 Monaten, dann zieht Person 2 mit ein.
Person 1 wohnt im Abrechnungsjahr 12 Monate
Person 2 wohnt im Abrechnungsjahr    6 Monate
18 Monate gesamt / 12 = 1,5 Personen

Die Abrechnung wird grundsätzlich nur einmal im Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums erstellt.

Den Nachweis finden Sie auf Seite 4.

Wir haben keine Wohnungsschlüssel. Wenden Sie sich an Ihren Verwalter/Vermieter oder einen Schlüsseldienst Ihrer Wahl.

Fragen und Antworten für Eigentümer und Vermieter

Die Auszahlungen finden Sie unter dem Punkt “Aufwendungen“, auf Seite 2 der Abrechnung.

Ja.

Im WE-Status Bericht in der Gesamtsumme unter „Aufwendungen“ und unter dem Punkt „Bankenstatus“.

Erträge = Soll aller Einnahmen abzgl. Betriebskosten abzgl. der Differenz zwischen dem
Saldovortrag und dem Aktuellen Saldo aller Mieter.

Der Vermieter ist verpflichtet, gemäß § 556 Abs. 3 Satz 1 BGB jährlich über die Nebenkosten abzurechnen.
In § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB heißt es: „Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen.“
Hierzu gibt es Ausnahmen. Außerdem muss der Abrechnungszeitraum nicht gleich das Kalenderjahr sein.

Beispiel: Abrechnungszeitraum 01.04.-31.03. des nächsten Jahres
Abrechnung muss vorliegen bis 31.03. des darauf folgenden Jahres